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Zweiter Heidelberger Kinderklimagipfel

Klimaschutz ist KINDERleicht: Zu diesem Ergebnis sind die rund 20 teilnehmenden Kinder beim zweiten Heidelberger Kinderklimagipfel gekommen. Im Vorjahr hatten rund 200 Kinder im Rahmen des Pfingstferienprogramms von „päd-aktiv e. V.“ einen Klimaschutzplan erstellt. Dieser enthielt ambitionierte Aktionen zu den Themen Klimaschutz, Energiesparen, Mobilität, Abfallvermeidung, Wasserschutz, Naturschutz, Konsum und Ernährung.

Ein Jahr später trafen sich jeweils zwei Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren als Vertreterinnen und Vertreter der päd-aktiv-Einrichtungen erneut mit Bürgermeister Wolfgang Erichson und dem Team des Umweltamtes. Im Heidelberger Rathaus zogen sie am Mittwoch, 30. Mai  2018, Bilanz, welche der Aktionen und nachhaltigen Verhaltensweisen im Schulalltag etabliertet werden konnten. Hier eine Auswahl der zahlreichen Aktionen:

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  • Landhausschule: Ernährung: Wassersparen, (übriges Wasser vom Mittagstisch wird zum  Blumengießen verwendet) Saisonal und regionales Vesper.
  • Mönchhofschule: Klima: Regional und saisonal einkaufen, Müll sammeln und trennen, kompostieren, Hochbeete anlegen, Vogelhäuser gebaut.
  • Heiligenbergschule: Naturschutz: Bienenhotels gebaut , Bienenweide gepflanzt.
  • Tiefburgschule: Müll: Wurmkiste zum kompostieren gebaut ( Verlagerung vom Gruppenraum in den Garten).
  • Grundschule Schlierbach: Energiesparen: (Lichter aus, Glühbirnen teilweise ausgetauscht, Kippschalter für Elektrogeräte angeschafft.
  • Friedrich-Ebert-Schule: Mobilität: Viele Ausflüge zu Fuß gemacht- kurze Strecken nie mit dem Bus gefahren.
  • Fröbelschule: Wasser: Weniger Fleisch beim Mittagessen bestellt, Kochaktion mit vegetarischen Speisen, Wasserhähne ausgetauscht.
  • IGH: Konsum: Kiste zum tauschen von nicht mehr gebrauchten Gegenständen eingerichtet, Tauschbörse veranstaltet.
  • Diese Jahr neu dabei: Grundschule Bahnstadt: Müll: Müllvermeidung, Körbe statt Plastiktüten zum Einkaufen nutzen, Glas-/Metallflaschen statt Plastikflaschen nutzen, Papier mehrmals nutzen

Ideen die von fast allen Schulen aufgenommen wurden und zusätzlich zum Schwerpunktthema umgesetzt worden sind: Papiersparen, Mülltrennung, Insektenhotels gebaut, Tauschbörsen für Spielzeug, Wasser sparen durch Mehrfachnutzung, Müllvermeidung bei den Vesperpaketen

Zum Abschlluß des zweiten Kinderklimagipfels wurde die Kinderklimaflagge vor dem Rathaus gemeinsam gehisst. Diese wurde von den Ferienkindern der IGH gestaltet und soll die Heidelbergerinnen und Heidelberger auf Engagement für den Klimaschutz aufmerksam machen.

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„HeldeN!-Tat“ des Monats Maitl_files/bilder/aktuelles/Heldentat.png

Der Heidelberger Kinderklimagipfel ist vom Nachhaltigkeits-Netzwerk Baden-Württemberg als „HeldeN!-Tat“ des Monats Mai ausgezeichnet worden. Der Hintergrund: Auf der Internet-Plattform www.n-netzwerk.de ist nachhaltiges Engagement in Baden-Württemberg das ganze Jahr über in Form von Aktionen, Projekten oder Veranstaltungen sichtbar. Unter allen dort eingetragenen Aktionen wird die „HeldeN! -Tat des Monats“ gewählt. Ausgezeichnet werden vorbildliche Aktionen, die anderen Baden-Württembergern Mut machen, nachhaltig zu handeln und Impulse geben. Unter allen zwölf Monats-„HeldeN!-Taten“ wählt eine Jury jährlich die „HeldeN!-Tat des Jahres“ aus.

 

Bildung  für nachhaltige Entwicklung- Erster Heidelberger Kinderklimagipfel

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Beim ersten Heidelberger Kinderklimagipfel am Mittwoch, 14. Juni 2017, diskutierten 200 Heidelberger Grundschulkinder  unterschiedliche  Aspekte des Klimaschutzes und der Nachhaltigkeit mit Bürgermeister Wolfgang Erichson in der Neuen Aula der Universität – und einigten sich auf einen gemeinsamen Klimaschutzplan.

Der Kinderklimagipfel wurde  von päd-aktiv e. V.  initiiert und gemeinsam  mit  dem Amt für Umweltschutz, Agenda Büro der Stadt Heidelberg sowie der Universität Heidelberg, vertreten durch die Junge Universität, veranstaltet.

Im päd-aktiv Pfingstferienprogramm haben sich die Kinder an folgenden Standorten mit acht wichtigen Themen zum Klimawandel beschäftigt.

  • Friedrich-Ebert-Schule (Mobilität)
  • Fröbelschule (Wasser)
  • Heiligenbergschule (Naturschutz)
  • IGH GTS (Konsum)
  • Landhausschule (Ernährung)
  • Mönchhofschule (Klima)
  • Grundschule Schlierbach (Energiesparen)
  • Tiefburgschule (Müll)

Folgende Aktionen haben sie auf dem Weg zu „Klimaexperten“ begleitet und sie dabei unterstützt pro Standort zwei Maßnahmen festzulegen um das Klima zu schützen.

Sie

  • bauten einen Staudamm und experimentierten mit Wasserproben,
  • machten Versuche zum Wassersparen mit verschiedenen Wasserhähnen,
  • interviewten einen Hausmeister zum Thema Energieverbrauch,
  • besuchten die Bienenvölker im Ökogarten der Pädagogischen Hochschule,
  • beteiligten sich an Upcycling-Aktionen,
  • bauten Wurmkisten und Solarspielzeuge  mit GreenLounge e.V. und erfuhren alles über Permakultur,
  • besuchten das Kompostwerk der Stadt Heidelberg, außerdem das Klärwerk der Stadt Mannheim,
  • bekamen Besuch vom , Heidelberg Center for the Environment (HCE) und erfuhren alles über das Klima,
  • waren mit der VRN Busschule unterwegs,
  • beschäftigten sich mit dem heimischen Wald, dessen Schutz und Erhalt,
  • bauten einen Kräutergarten an,
  • nahmen an einem Workshop zur Herkunft der Schokolade im Welthaus Heidelberg teil ,
  • bekamen eine Führung in der Gärtnerei Lenz zu saisonalem Obst und Gemüse.

 

Beim Kinderklimagipfel stellten dann je zwei Sprecher pro Schule die Aktionen vor, die sie an ihrer Schule umsetzen werden. In einer Gruppenphase wurden die Ergebnisse  und Ideen der anderen Kindern mit der gesamten Gruppe diskutiert und jeder Standort legte fest, welche Maßnahmen zu weiteren Themenbereichen sie zukünftig ebenfalls umsetzen wollen. Den gemeinsamen Klimaschutzplan unterzeichneten die Vertreter der Schulen offiziell und verbindlich, ebenso Bürgermeister Erichson.

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Am Ende unterschrieben alle teilnehmenden Kinder und Erwachsenen symbolisch mit seinem Namen auf einer Litfaßsäule.  

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Alle Aktionen des Klimaschutzplans werden in einer Broschüre veröffentlicht, die alle Kinder erhalten. Ihre Ideen haben die Kinder außerdem in einer Ausstellung zusammengefasst. Diese ist noch bis Freitag, 30. Juni 2017, im Foyer des Rathauses, Marktplatz 10, 69117 Heidelberg, zu sehen. Im Laufe des Jahres wird sie dann an den acht teilnehmenden Grundschulen gezeigt.

Zum Klimaschutzplan gehören unter anderem folgende Vorhaben:

 

  • Drei Tagesausflüge pro Schuljahr zu Fuß machen.
  • Zwei bis dreimal die Woche ein vegetarisches Mittagsmenü anbieten.
  • Installation sparsamer Wasserhähne in den Toiletten.
  • Bienenhotel als Nisthilfe für verschiedene Bienenarten.
  • Saisonales und regionales Obst und Gemüse einkaufen.
  • Nachhaltiges Lunchpaket ohne Plastiktüten.
  • Tauschbörse und Flohmarkt von Kindern für Kinder anbieten.
  • Alte Glühbirnen durch sparsamere Energie- oder LED-Lampen ersetzen.

Im nächsten Jahr wird in den Pfingstferien an den Standorten geschaut wie die Maßnahmen in der Praxis umzusetzen waren und welche Maßnahmen gegebenenfalls verändert oder angepasst werden müssen. Langfristig ist ein weiterer Kinderklimagipfel geplant

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Hier finden sie den Klimaschutzplan